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Euler-Verfahren

Die generelle Methode besteht nun darin, das Intervall $ [0,x]$ in $ n$ Stützpunkte

$\displaystyle x_i=ihx$ (5.37)

mit

$\displaystyle h=\frac{1}{n}$ (5.38)

aufzuteilen, an welchen $ u(x)$ bestimmt werden soll. Definiere

$\displaystyle u_i=u(x_i)=u(ihx)$ (5.39)

für $ i=0,1,\dots, n$.

Dann ist das Ziel, eine Form für $ u_{n+1}=u(x+h)$ zu finden, welche von den $ u_i$ mit $ i \leq n$ abhängt und so $ u(x+h) = u_{n+1}$ rekursiv aus den links davon liegenden Punkten zu bestimmen. Die zu lösende Gleichung ist Gl. ([*])

$\displaystyle \frac{du}{dx}=f(x,u(x))$    

Beim Euler-Verfahren ersetzt man den Differentialquotienten durch den Differenzquotienten.

$\displaystyle \frac{du}{dx}= \frac{u(x+h)-u(x)}{h}+{\cal O}(h)$ (5.40)

und erhält die Rekursion

$\displaystyle u_{n+1}=u_n+hf(x_n,u_n)+{\cal O}(h^2)$ (5.41)

Dies ist die Euler-Methode. Sie wird in der Praxis kaum benutzt, da sie zu ungenau ist.


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© R.Hilfer et al., ICA-1, Univ. Stuttgart
28.6.2002